Vision

Es klingt wie ein Traum, wenn ich sage:

Ich sehe ein Stuttgart, lebendig, gebettet in einem landschaftlichen Panorama des grünen Kessels, eine berauschende Mixtur aus den unterschiedlichsten Sprachen und Kulturen.
Stuttgart, ein grüner Kessel, ein “Kessel Buntes”, der nicht nur eine vielfältige Kulturlandschaft beherbergt, sondern auch eine städtische Gemeinschaft, die Wohlstand und Teilhabe für alle garantiert. Motto: Egal, ob arm oder reich, ich bin Stuttgarter*in.

Kinder an die Macht

Und meine Kinder werden die gleiche Chance haben wie alle Kinder hier. Denn außer Kindern muss in Stuttgart niemand mehr Räuber und Gendarm spielen.
Unsere Schulen und Jugendeinrichtungen sind die besten im Land, und das nicht nur, weil das Mittagessen umsonst ist, sondern weil wir die räumlichen und personellen Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass alle Kinder in den Genuss von bester musischer und künstlerischer Bildung kommen können.
Die Theater und Museen unserer Stadt gehören zu den wertvollsten im Lande. Für Kinder und Jugendliche sind sie komplett kostenlos.
Egal, ob in der Schule oder im Stadtteil, bei allen Fragen, die ihr Leben betreffen, bestimmen Kinder selbstverständlich mit.

Öffentliche Daseinsvorsorge für Alle!

Jede Stuttgarter*in weiß, dass sie sich in ihrem Quartier und in ihrer Stadt auf die beste medizinische Versorgung, Pflege und Betreuung verlassen kann. Dass diese maximale Versorgung auch ordentlich Steuergelder kostet, finden alle O.K., solange sie in städtischer Hand ist und nicht dem Profitmachen dient. Genauso halten es die Stuttgarter*innen auch mit dem Trinkwassernetz, das endlich wieder im Eigentum der Stadt ist.
Die Corona Pandemie hat uns schließlich gezeigt, dass nur gut ausgestattete und mit gut bezahltem Personal beglückte Einrichtungen uns in der Krise schützen. Öffentliche Daseinsvorsorge ist in Stuttgart wieder öffentliche, städtische Aufgabe. Das hat dazu geführt, dass die Stadt mit all ihren Einrichtungen der größte Arbeitgeber in der Region ist. Die Stadt zahlt nicht nur gute und sichere Löhne, sie ist durch die familienfreundliche Arbeitszeit von max. 6 Stunden am Tag zum Vorbild für die Privatwirtschaft geworden.

Ich sehe eine Stadt, durch die ein frischer Wind weht

Nicht nur, weil Kinder, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sich die Straße zurückerobern und nur noch wenig Kfz-Verkehr herrscht, sondern vor allem dadurch, dass jetzt die Einwohner*innen die Zukunft Stuttgarts bestimmen. Die Stuttgarter*innen gestalten ihre liebenswerte Stadt mit vor allem auch, wenn es um die Aufstellung des städtischen Haushaltes geht. Über 5% des Haushaltsvolumens entscheiden die Bürger*innen selber.

Offene Straßen

Der Streit um Stuttgart 21 ist endlich beigelegt, die Stuttgarter*innen haben zusammen mit der Deutschen Bahn AG den leistungsfähigsten Kopfbahnhof Deutschlands realisiert. Die unterirdischen Tunnel sind zum Verteilnetz für Citylogistik geworden. Seit Menschen und Waren über die Schiene so komfortabel nach Stuttgart kommen, vermisst fast niemand mehr sein Auto oder LKW. Seit der Umsetzung der autoarmen Stadt kann man Stuttgarts Luft wieder ohne Bedenken atmen und nachts endlich friedlich ohne permanenten Lärm schlafen. Die Geschäfte des Alltags liegen direkt vor der Wohnungstür. Da die Stuttgarter*innen keine großen LKWs mehr in ihre Stadt lassen, finden sie alles Notwendige, Bäcker, Schuster, Obst und Gemüse wieder direkt in ihrer Nachbarschaft. Zu Kultur, Politik und Arbeit kommt man schnell mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Tagsüber erfreut man sich an den spielenden Kindern auf der Straße und abends kann man dort schöne Feste feiern.

Lebenswerte Stadt

Die Stadtautobahnen sind dank großzügiger Reparaturen und ganz ohne Tunnel zu belebten Boulevards geworden. Wo Autos donnerten, sitzen heute Menschen in Cafés und plaudern. Dank des umfangreichen Programms zur Wiederbelebung der Königstraße sieht man dort heute kaum noch globale Konsumketten, dafür lokale Handwerkskunst und inhabergeführte Fachgeschäfte.
Durch Straßenrückbau sind in Stuttgart gigantische Flächen in bester Lage frei geworden, Raum für mehr Wohnen, mehr Rad- und Fußverkehr, für mehr Bäume und Wasserflächen. Dank ausreichend städtischen Personal für aufsuchende Grünberatung und umfangreichen Begrünungsprogrammen wirkt Stuttgart auf Touristen wie ein urbaner Dschungel.

Menschenrecht auf Wohnen

Diese zurück gewonnene Qualität der Kernstadt hat dazu geführt, dass in ihr immer mehr Menschen wohnen. Die Stadt achtet darauf, dass für alle angemessener und bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Seit die Stadt keinen Grund und Boden mehr verkauft, sondern im Gegenteil, durch aktive Bodenpolitik wieder selber dauerhaft gesicherte bezahlbare Wohnungen baut, sinken in Stuttgart die Mieten.

Klimagerechtigkeit ‘Made in Stuttgart

Besonders stolz sind die Stuttgarter*innen aber auf ihre Stadtwerke. Weil sie ihre Energie in einer Kooperation von unzähligen kleinen Bürgerkraftwerken und größeren städtischen Kraftwerken vollständig regenerativ produzieren – und das als erste Großstadt Deutschlands. Durch ein radikales Energieeinspar- und Effizienzprogramm ist Stuttgart zum internationalen Kompetenzzentrum für Klimaschutz und globaler Gerechtigkeit geworden.

Breitband in kommunaler Hand

Seit die Stuttgarter Stadtwerke den Glasfaserausbau übernommen haben, gibt es für alle in Stuttgart schnelles, kostenloses Internet. Statt IT-Unternehmen bestimmen die Stuttgarter*innen den Takt der Digitalisierung. Durch freie Experimentierräume wurde die Intelligenz der Bürger*innen und nicht die Technik zur eigentlichen Smart City.
All diese Innovationen sind nicht nur für Tourist*innen interessant, sondern vor allem hat es den Stuttgarter*innen über Jahrzehnte einen Handwerks- und Mittelstandboom beschert, der in Deutschland einmalig ist.

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Weil es besser schmeckt

Dass die Stuttgarter*innen viel mehr auf ökologische und regionale Produkte setzen – und das nicht nur in der Landwirtschaft –, hat sie unabhängiger gemacht vom Weltmarkt und seinem ewigen Wettkampf. Nicht nur im Sommer sitzen die Menschen gerne am kühlen Nesenbach und Familien baden im Neckar. Der Spaziergang in Stuttgarts berühmten naturnahen Wäldern ist genauso beliebt, wie das Vesper mit regionalen Weinen und Biersorten in den Stuttgarter Waldheimen. Die Stuttgarter*innen haben kaum mehr ein Grund zum Bruddeln, so haben sie mehr Zeit für Solidarität, Ehrenamt und Gemeinschaft für unsere Stadt.